Diese goNorge Tour war in gewisser Hinsicht eine Premiere für unser Team. Das erste Mal sollte die Reise mit dem Flugzeug nach Norwegen gehen. Bisher hatten wir alle Trips im eigenen Kleinbus zurück gelegt.
40 Kilo Fluggepäck und 10 Kilo Handgepäck pro Person klingen erst einmal ausreichend. Wenn man dann aber noch einige Lebensmittel, eine umfangreiche Angelausrüstung und die elektronischen Geräte wie Laptop, Foto, Video, Festplatte, Echolot, etc. mitnehmen möchte, wird es schwierig. Zumal einige Kilo leckeres Fischfilet am Ende des Trips dann auch noch mit in dem Flieger sollten. Eine fast unlösbare Denksportaufgabe für ein Mitglied eines Angelteams. Lösen konnten wir den Gordischen Knoten letztlich durch Mithilfe von Zylle Fishing Tours . Ein Teil unserer Ausrüstung wurde per Kleintransporter nach Gjesvaer verbracht. Unserer Gast Thomas fand dann auf der Rückreise in seinem Mercedes Sprinter Platz, um unser „Übergepäck“ dann wieder mit nach Hause zu nehmen.
Unsere Reise beginnt auf der Autobahn mit einem ersten Erlebnis kurz vor
Berlin. Auf dem Seitenstreifen standen ein Mercedes und ein Man im
Anzug, der durch Handzeichen unser Fahrzeug zum Anhalten aufforderte. Da
dies nach einer Notsituation aussah, hielten wir natürlich an. Der
Fahrer bat uns um Geld für Benzin. Er wollte aber nicht zur Tankstelle
gefahren werden oder den ADAC anrufen, nein er wollte Geld. Letztlich
bot er uns 2 goldene Ringe und eine Kette für 35 € Bargeld. Nun ja, der
Zeit wird zeigen, wer das bessere Geschäft gemacht hat.
Endlich auf dem Flughafen angekommen, gaben wir unsere 8 Gepäckstücke
sowie das Rutenrohr als Sperrgut auf. Leider merkten wir zu spät, dass
unser Gepäck nur bis Oslo, nicht aber bis Alta eingecheckt wurde. So
blieb uns nichts anderes übrig, als die Sachen in Oslo selber nochmals
aufzugeben.
Der Flug von Berlin verlief völlig problemlos und wir erreichten gegen
22:00 Uhr Oslo. Am ausgewiesen Gepäckband für unseren Flug fanden wir
aber nur 2 Gepäckstücke vor. Auf Nachfrage wurden wir an ein anderes
Gepäckband für Sperrgut verwiesen, an dem wir weitere 4 Gepäckstücke
entdeckten. Unser Rutenrohr nahmen wir letztlich an einem dritten
Gepäckband wieder an uns. Nun war wieder alles beisammen. Wir nutzen die
Zeit, eine nette junge Mitarbeiterin von Norwegian am Schalter zu
bezirzen, unseren Check - In, samt Gepäck, freundlicherweise doch schon
am Abend durchzuführen. Was soll ich sagen, es gibt ihn doch, den
Service. Nach einem schnellen privat Check - In erreichten wir Just in
Time den Shuttle Bus zu unserem Hotel. Wobei 60 Kronen pro Kopf für
drei Haltestellen schon ein stolzer Preis sind.
Am nächsten Morgen starten wir dann von Oslo gen Alta, wo wir gegen
Mittag wohlbehalten landeten. In Alta deckten wir uns dann mit den noch
benötigten Lebensmitteln ein, schauten die Stadt an und erwarteten in
einem kleinen Gasthaus die Ankunft des Zylle Transporters, mit dem wir
den restlichen Weg nach Gjesvaer zurücklegen wollten. Am nächsten Morgen
früh um halb sechs nahmen wir den Transporter von der Gruppe entgegen,
die vor uns in Gjesvaer ihr Glück versuchte.
Jetzt sollte es endlich losgehen. Die letzten 215 km bis Gjesvaer
vergingen dann auch wie im Flug. Nach kurzem Zwischenstop in
Honningsvag, bei dem wir unsere neuen 150N Kälteschutzanzüge der Firma
KI-Elements (Te`havs) entgegennahmen, kamen wir gegen Mittag in Gjesvaer an.
Unsere Unterkunft stellte gewisse Ansprüche an uns. Sie war wirklich
extrem klein. Eigentlich ist das Haus von Barent`s Cabin & Cruise
mehr als Übernachtungsmöglichkeit für 1-2 Nächte gedacht, oder eben für 2
Personen. Aber die Hoffnung auf große Fisch trieb uns dann doch
außerplanmäßig ans Nordkap. Mit der Hilfe von Zylle-Fishing-Tours
konnten wir letztlich eben doch noch diese Unterkunft in diesem
Traumrevier ergattern.
Die ganze Wohnung besteht letztlich aus einem 30 qm Raum mit kleinem
Bad, bietet aber alles, was man braucht. Unser Gastgeber Björn ist
wirklich ein witziger und sehr hilfsbereiter Typ, den wir an dieser
Stelle noch einmal herzlich grüßen möchten.
Nachdem wir unsere Sachen im Haus verstaut, die Angelgeräte aufgetackelt
und das Boot klar gemacht hatten, machten wir uns auf den Weg zur
ersten Drift des Urlaubs. Bei ca.5 Meter Wind pro Sekunde glitten unsere
Pilker in die Tiefe. Schon nach kurzer Zeit konnten wir die ersten
Dorsche bis ca. 12 Kilo landen. Garniert wurde das Ganze noch mit einem
kleinen Heilbutt von Thomas und einem größeren von Robert mit ca. 15
Kilo,- Ein guter Auftakt!
Am nächsten Tag fuhren wir wieder Richtung Vogelfelsen. Diese Insel ist
die letzte zum offenen Meer hin und beherbergt die größte
Seevogelkolonie Europas. Das Wetter war immer noch stabil und der Wind
wehte wieder bei 5 Meter pro Sekunde. Nach einigen mittleren
Steinbeißern und Dorschen ruckte es plötzlich in der 50lbs Inlinerrute
von Thomas….
…die genaue Beschreibung dessen, was sich in den nächsten Minuten
abspielte, sowie ein Video, können Sie in der Augustausgabe der "Rute und Rolle" nachlesen, sowie im Anschluss daran an dieser Stelle.
Nachdem wir uns ausgeschlafen hatten, wollten wir mal etwas Neues
ausprobieren. Ziel sollte es sein, einen gefleckten Steinbeißer zu
angeln. Dafür machten wir uns mit dem Boot auf den Weg zum Nordkap, eine
Strecke, die man nur bei besten Wetterbedingungen in Angriff nehmen
sollte.
Dort angekommen, mussten wir leider feststellen, dass ein
gezieltes Beangeln des Steinbeißers nahezu unmöglich ist. Kaum erreichte
der Köder den Grund, hatten ihn sich schon die zahlreichen Lumbs
gegriffen. Nach diversen Versuchen mussten wir dieses Unterfangen
schweren Herzens abbrechen und machten uns auf den Weg zurück zu den
„heimatlichen“ Hotspots“. Dort konnten wir wieder einige
Steinbeißer und gute Dorsche bis ca. 10 Kilo überlisten. Da es
mittlerweile ziemlich kühl und wir durchgefroren waren, wollten wir
gerade das Angeln für diesen Tag beenden, als beim Einholen der Köder
ein harter Biss auf den Royber Jig an der Rute von Thomas erfolgte. Noch
einigen rasanten Fluchten konnte schließlich ein ca. 12 Kilo Heilbutt
gelandet werden, der nach einem kurzen Fotoshooting zurück in sein
nasses Element entlassen wurde. Jetzt waren wir alle wieder wach und die
Müdigkeit verflogen. Mit neuem Elan starteten wir eine weitere lange
Drift, die aber leider erfolglos blieb. Die Kuriosität des Tages war
sicher der Vogelschlag! Eine Möwe krachte in vollem Flug gegen Thomas,
der mindestens genauso perplex reagierte wie die Möwe. Sowas hatten wir
noch nie erlebt. Die gute Nachricht, Thomas und Möwe sind wohl auf.
Der nächste Tag begrüßte uns mit Wind, der gegen Abend abflauen sollte.
Wir beschlossen also zuerst die windgeschützten Schären zu erkunden, um
einige Plattfische zu fangen. Leider erwies sich dieses Unterfangen als
nicht sehr erfolgreich. Anderes als bei unserem letzten Besuch hier,
waren scheinbar keine Plattfische zu gegen, oder diese wollten einfach
nicht beißen. Kurz bevor wir aufgeben wollten hatte Jens im Bug einen mächtigen Anbiss. Der unbekannte Täter schnappte sich den mittleren schwarzen Royber Jig im Mittelwasser und machte sich stürmisch davon. 10, 20, 30, 40 Meter Schnur hatte er schon von der Rolle gerissen, dann war der Spuk vorbei. Die Schnur erschlaffte und Jens konnte nur noch völlig frustriert den zerfetzten Royber Jig einkurbeln. Das war der Beginn des Nordkap Martyriums, das Jens diese Tour ereilte. Nach ca. 3 Stunden fuhren wir zurück in den Hafen, um uns
für die geplante lange Ausfahrt in der windstillen Nacht zu stärken und das Gummifisch-Lazarett zu eröffnen.
Gegen 23:00 Uhr machten wir uns auf den Weg zum Vogelfelsen um den
Heilbutt nachzustellen. Schon nach kurzer Zeit fing Jens den ersten
Heilbutt der Nacht. Ein ca. 6 Kilo Fisch konnte dem Royber Jig nicht
wiederstehen. Bis zum nächsten Gezeitenwechsel blieb es dann ruhig, bis
Jens beim Versuch der Köderfischbeschaffung einen ca. 12 Kilo Heilbutt
auf einen Speedypilker fangen konnte. Am eher leichten Gerät lieferte
der Fisch einen tollen Kampf und wurde wie alle Fische der Ausfahrt am
Ende der Fotosession released.
Als nächstes folgte ein verrückter
Moment. Erst krallte sich ein Heilbutt Thomas Royber Jig, konnte sich
aber nach ein paar Metern wieder befreien. Beim sofortigen Ablassen des
Köders schnappte der Heilbutt sich Diesen erneut und stieg auch dieses
Mal wieder aus, um ca. 15 Sekunden später bei Robert anzubeissen. Jens
der das ganze am Echolot verfolgte, konnte nur mit dem Kopf schütteln.
Sowas hatte er auch noch nicht erlebt. Letztlich konnten wir den
„Verdächtigen“ als ca. 7 Kilo schweren Heilbutt identifizieren. Der
nächste, ca. 1,5 Kilo schwere, Heilbutt ließ nicht lange auf sich warten
und schnappte sich ebenfalls den Royber von Robert. Der nächste
besondere Moment des Abends ereignete sich wieder an Roberts Rute. Beim
Ablassen auf den Grund biss ein kleiner Dorsch auf den Royber. Als
dieser bereits auf Sichtweite am Boot war, schoss plötzlich ein ca. 35
Kilo Heilbutt aus der Tiefe und schnappte sich den Dorsch. Robert, der
ziemlich perplex war, setzte einen Anhieb. Doch der Heilbutt verschwand
mit dem Dorsch und hinterließ einen schwanzlosen Royber Jig und einen
völlig aufgekratzten Robert.
Die Reihe der Kuriositäten wurde vom
zweiten Vogelschlag dieser Reise weiter fortgesetzt.
Wie aus dem Nichts
krachte plötzlich eine Spatelmöwe gegen etwas auf dem Boot -
Ob es der Radarreflektor, oder eine aufrechtstehende Rute war, lässt
sich im Nachhinein schwer sagen. Der Vogel jedenfalls saß auf Deck und
war vermutlich genauso irritiert wie wir. Nach kurzer Zeit machte er
sich gemütlich auf den Weg in den Bug und hüpfte neben Thomas unter der
Reling hindurch über Bord.
Der nächste Butt, der nächste Protagonist. Diesmal war Thomas an der
Reihe. Ein harter Biss und eine wilde Flucht, waren die Vorzeichen für
den nächsten Plattfisch. Diesmal konnte ein ca. 18 Kilo schwere Heilbutt
gelandet, abgelichtet und released werden. Doch die Show war noch
längst nicht vorbei. Diesmal sollte es wieder bei Robert beißen. Ein ca.
11 Kilo schwerer Heilbutt, hatte sich seinen Royber geschnappt und ihn
in die Tiefe gezogen. Nach kurzem, aber heftigen Drill konnte dieser
sicher gelandet werden. Den finalen Biss des Vormittags konnte Thomas
für sich verbuchen. Ein ca. 2,5 Kilo schwerer Heilbutt hatte sich seinen
Royber geschnappt. Diese wahnsinnige Ausfahrt unter der Mittnachtsonne
bis zum Vormittag kann mit Fug und Recht als Sternstunde bezeichnet
werden.
Der nächste Tag brachte sehr viel Wind und uns Zeit für eine
Einkaufstour nach Honningsvag. Beim örtlichen Rimi - Supermarkt und der
Tankstelle füllten wir unsere Vorräte auf, danach stöberten wir etwas in
dem kleinen Örtchen herum und besuchten schließlich noch die Artic -
Eisbar. Den restlichen Abend verbrachten wir gemeinsam mit Nordkap Willy
bei einem kleinen Umtrunk.
Der neue Tag brachte immer noch starken Ostwind, so dass wir uns
entschlossen einen Trollingausflug in den nächstgelegen Fjord zu
unternehmen, um dem Wind nicht völlig ausgeliefert zu sein. Leider
erwies sich dieses Unterfangen als nicht sehr ergiebig. Dafür konnten
wir auf unserer Fahrt einige Möwenschwärme sichten, die sich wild in das
Wasser stürzten. Lodde im Fjord! Wir fuhren mit dem Boot mitten in den
Schwarm und trauten unseren Augen nicht. Der Bildschirm unseres HDS
Echolots zeigte unter der Oberfläche ein riesige, meterdicke Masse an.
Alles voller Fisch!
Als wir unsere Köder ablassen wollten und nach unten
sahen, konnten wir sie sehen! Dorsche über Dorsche standen direkt unter
der Wasseroberfläche und attackierten unsere Köder. Angeln auf Sicht
sozusagen und das über 50 Meter tiefem Wasser. Ein faszinierendes
Schauspiel. Robert montierte die Drillinge des Royber Jigs ab und wir
„spielten“ etwas mit den Dorschen. Der Köder wurde heftig attackiert und
auch ohne Haken gingen die Fische teilweise hart in die Bremse. Vom
heraufgezogenen Köder animiert, sprangen einzelne Fische sogar aus dem
Wasser. Sowas hatten wir bis hierher auch noch nicht erlebt. Ein
wirklich beeindruckendes Schauspiel, welches sich über eine halbe Stunde
hinzog.
Der folgende Tag brachte wieder den ersehnten Zielfisch und reichlich
Drosch. Es fing gleich kurios an. Die Royber Jig von Thomas und Robert
verhedderten sich kurz über Grund mit den Drillingen. Beim gemeinsamen
Einkurbeln der Köder krachte es kurz unter dem Boot mächtig in den
Ruten. Thomas auf Steuerbord und Robert auf Backbord staunten nicht
schlecht über die vehemente Flucht des Fisches. Im gemeinsamen Drill und
unter Wechsel der Bootsseite von Thomas zu Robert hin, konnte letztlich
ein 24 Kilo schwerer Heilbutt gemeinsam ausgedrillt und gelandet
werden. Kurze Zeit später konnte Thomas dann noch einen 17 Kilo Heilbutt
nachlegen.
Gegen Abend machten wir uns auf den Weg zu einem Dorsch
Hotspot um für Nordkap Willy ein paar „bestellte“ Dorsche zu fangen. Der
Fischreichtum hier oben ist einfach unbeschreiblich! Kaum erreicht der
Pilker den Boden, ist die Rute krumm. Man kommt gar nicht zum Pilken. So
hatten wir schon nach kurzer Zeit die „bestellte“ Menge an Fisch
zusammen und wir machten uns auf den Heimweg.
Heute klingelte der Wecker schon besonders früh, da wir einen
Pressetermin bei der lokalen Zeitung hatten. Diese wollte einen Bericht
über den 94 Kilo Heilbutt von Thomas herausbringen. Den Rest des Tages
verbrachten wir, leider nicht sehr erfolgreich, auf dem Wasser. Im
Anschluss an unsere Ausfahrt fotografierten wir den 47 Kilo Heilbutt,
den Thomas Siekmann auf Royber Jig gefangen hatte. Er und 5 Mitangler
waren ebenfalls mit den beiden Alubooten von Zylle Fishingtours auf
Heilbuttpirsch.
Der vorletzte Tag der Tour sollte wieder unter dem Zeichen des platten
Fisches stehen. Doch zuerst hatten wir unerwarteten Besuch am Boot. Ein
neugieriger Schweinswal umkreiste mehrfach unser Boot und kam dabei sehr
nah an selbiges heran.
Nach verhaltenem Start unter der strahlenden Sonne, knallte Roberts Rute
nach unten und bog sich im Halbkreis. Es musste ein größerer Heilbutt
sein, der sich den „Kveite-Killer“, garniert mit Giga – Grub
Gummitwister geschnappt hatte. Dieser neue Bleikopf wurde von Robert
entwickelt und zeigte sich einmal mehr als Top Köder. Der Fisch riss in
einer rasanten Flucht 30 Meter Schnur von der Rolle. Immer wenn Robert
den Fisch zum Boot heran drillen konnte, machte sich der Fisch wieder
davon und riss ihm erneut die Schnur von der Rolle. Erst nach der
vierten Flucht konnte der Fisch letztlich zum Boot gedrillt werden. Ein
40 Kilo schwerer Heilbutt kam zum Vorschein und wurde von Jens sicher
gegafft. Erschöpft, aber glücklich hielt Robert, der mit der Polarsonne
um die Wette strahlte, seinen Heilbutt in die Kamera.
Die nächste Drift, der nächste Heilbutt! Wieder bog sich Roberts Rute
und wieder hatte der „Kveite-Killer“ mit dem Gummitwister zugeschlagen.
Nach einigen wilden Fluchten konnte Robert einen ca. 9 Kilo schweren
Heilbutt landen. Das lief ja wieder gut! Während der nächsten Drift
hatte Thomas auf den „Kveite-Killer“, den er mit einem Seelachs als
Köder fischte, einen harten Anbiss. Leider konnte er den Fisch nicht
haken. Beim erneuten Ablassen des Köders krachte es abermals in der
Rute. Letztlich konnte Thomas einen kämpferischen ca. 14 Kilo schweren
Heilbutt landen. Aber das sollte nicht alles gewesen sein am heutigen
Tag. Den Abschluss des Tages setzte wieder Robert mit dem
„Kveite-Killer“ und Gummitwister. Ein ca. 16 Kilo schwerer Heilbutt
konnte auf diese Weise von ihm überlistet werden.
Am letzen Tag der Tour wollten wir wieder einmal mit Jonny und Willy auf
der Motorjacht rausfahren. Diese Ausfahrt mit den Beiden hat schon eine
gewisse Tradition und es macht immer mächtig viel Spaß, wenn wir als
Angelteam gemeinsam mit den beiden Berufsfischern das Nordmeer unsicher
machen. Neben viel Spaß sollte es natürlich auch viele Fische geben, was
sich aber auf Grund des Wetterumschwungs leider als unlösbare Aufgabe
entpuppt. „That´s fishing“ war daher der meinst gebrauchte Spruch dieser
Ausfahrt, denn auch in einem Traumrevier springen einem nicht immer die
Fische ins Boot. Letztlich konnten neben einigen Steinbeißern und
etlichen kleinen Lumbs auch Dorsche bis 17 Kilo gelandet werden.
Am Ende der Reise hatte dann Björn`s Frau noch eine kleine Überraschung
für uns parat. Sie öffnete für uns vorzeitig die nördlichste Grillbude
Europas um uns mit Burgern, Fischburgern, Pommes und Chickenwings zu
verwöhnen. „Tussen takk“ dafür.
Am nächsten Morgen machten wir uns um 8:00 Uhr auf den Weg nach Alta.
Die Rückreise verlief erfreulicherweise einwandfrei und so erreichten
wir gegen 20.00 Uhr Abends wohlbehalten den Berliner Flughafen
Schönefeld. Robert´s Kombi stand noch unbehelligt auf dem Park + Ride
Platz. Gegen 01.30 Uhr waren wir alle wieder Daheim.
Nicht nur was das Heilbutt angeln betrifft, war diese Tour sicher eine
Herausragende. Nicht umsonst ist daher dieses Revier auch Ziel unserer
nächsten goNorge Tour 2011. Wenn Sie auch einmal im Revier dieser
Giganten der Barentsee auf die Jagd nach dem Fisch ihres Lebens gehen
wollen, begleiten Sie uns doch das nächste Mal dorthin.
Weitere Informationen zu den Touren von goNorge finden Sie hier: goNorge Tour 2011